Erste News zur Leipziger Buchmesse 2011 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cindy Loether   
Freitag, den 18. März 2011 um 21:40 Uhr

Der Winter ist am Ausklingen, und zusammen mit dem ersten Anzeichen eines sonnigen Frühlingserwachens startet die Leipziger Buchmesse. Mitte März findet die Messe traditionell jedes Jahr statt und zieht nicht nur Fachpublikum, sondern auch Leseratten aus ganz Deutschland an. Um die eigentliche Buchausstellung hat sich ein wahres  Literaturuniversum herausgebildet: "Leipzig liest", dieses Jahr feiert es sein zwanzigjähriges Bestehen.


In den vier Messetagen bietet die Stadt für Leser und Hörer ein riesiges Rahmenprogramm. Man ist den Autoren nahe, lauscht ihren Worten und taucht in ihre Welten ab. So kann man zum Beispiel mit der "Leibwächterin" Hilja Ilveskero, geschrieben von der finnischen Autorin Leena Lehtolainen, mitfiebern oder mit dem slowakischen Diplomaten Josef Banas die osteuropäische Geschichte in "Jubelzone" Revue passieren lassen bzw. sie aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.

Eine liebgewonnene Tradition ist es, dass jedes Jahr ein anderes Land im Schwerpunkt des Literaturgeschehens steht. Dieses Jahr ist es Serbien: Werke serbischer Autoren und Künstler werden vorgestellt und warten darauf, entdeckt zu werden.

Für die Liebhaber der Hörbücher, die immer mehr an Popularität gewinnen, gibt es im Hörbuch-Forum viel zu lauschen. Ob Vorleser.de oder Audible.de, alle sind vertreten und präsentieren die aktuellen Bestseller und Geheimtipps. Reinhören lohnt sich, und für den, der auch während der Messe nicht genug bekommen kann, für den gibt es mit hörbuchFM das offizielle Messeradio.

Selbstverständlich sind auch dieses Jahr wieder die Comic- und Manga-Verlage vor Ort und mit Ihnen auch ihre kostümierten und teilweise phantastisch verzauberten Fans. Sie verschlingen die neuesten Manga und nehmen als Cosplayer am jährlichen Wettbewerb um die beste Darstellung eines Mangahelden teil.

Auf dem Messegelände selbst herrscht wahre Jahrmarkt-Atmosphäre, das Blaue Sofa, Diskussionen, Buchvorstellungen und vieles mehr. Jeder, der etwas auf sich hält, ist vertreten, so auch die Gewinner des Buchmessepreises 2011.

Am ersten Messetag fand in der Glashalle die Preisverleihung des Preises der Leipziger Buchmesse statt. Der 28-jährige Clemens J. Setz gewann mit "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes" in der Kategorie Belletristik. Im Bereich Sachbuch erhielt Henning Ritter den Preis für "Notizhefte". In der Kategorie Übersetzung konnte Barbara Conrad mit der Neuübersetzung aus dem Russischen des Lew-Tolstoi-Klassikers "Krieg und Frieden" überzeugen.

Am zweiten Messetag wurde der Kurt-Wolff-Preis im "Berliner Zimmer" der Leipziger Messehalle überrreicht. Den mit 26.000 EUR dotierten Preis bekam der Berliner Verlag Transit, der Düsseldorfer Verlag Lilienfeld erhielt die mit 5.000 EUR dotierte Auszeichnung. Beide ausgezeichneten Unternehmen zählen zu den sogenannten jungen, unabhänigen Verlagen.

Trotz aller Euphorie um die neuesten gedruckten Werke und deren digital vertonten Ebenbilder überschattet das aktuelle Geschehen in der Welt die Stimmung auch auf der Leipiger Buchmesse. Die erschreckenden Ereignisse um das Erdbeben, den daraus resultierenden Tsunami und das damit verbundene Reaktorunglück in Japan haben auch hier, gerade in der Manga-Messe-Halle 2, ihre Spuren hinterlassen. Der Deutsch-Japanische Gesellschaft Leipzig in Sachsen e.V. (Messestand F402) hat inzwischen ein Spendenkonto für die Opfer eingerichtet:

Verband Deutsch-Japanischer Gesellschaften e.V.
Commerzbank Düsseldorf
BLZ 300 400 00
Kto 808 828 801
Stichwort "Erdbebenkatastrophe Japan".

Weitere Informationen unter:
www.buchmesse-leipzig.de
http://www.japaninleipzig.de