Frozen - Eiskalter Abgrund Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sascha Richter   
Dienstag, den 14. Dezember 2010 um 15:12 Uhr

xyRegie: Adam Green
Darsteller: Emma Bell, Shawn Ashmore, Kevin Zegers
Studio: Universum Film
Genre: Thriller/Horror
FSK: ab 16 Jahren
Produktionsjahr: 2010, USA
Spieldauer: ca. 90 Minuten
Erschienen: 10. Dezember 2010

Dan und sein bester Freund Joe haben in letzter Zeit nicht mehr so viel gemeinsam unternommen, also beschließen sie wie schon so oft in der Vergangenheit, über das Wochenende zum Skiurlaub zu fahren.  Für sich allein sind sie jedoch nicht, denn dieses Mal ist auch Dans Freundin Parker dabei.

Die Studentin ist noch Anfängerin auf dem Snowboard, sodass man die Piste nicht besonders oft hinunterfahren kann. Alles läuft langsamer als erwartet.


Zu guter Letzt erflehen sie sich knapp nach Schluss doch noch eine letzte Fahrt mit dem Lift, bevor dieser für die nächsten fünf Tage geschlossen wird. Ein unglücklicher Zufall sorgt dafür, dass man sie vergisst und mitten auf der Strecke hängen lässt.

Vom frostigen Boden trennen sie nun einige Meter freier Fall. Zu viele, das stellt Dan nach einem verzweifelten Versuch schmerzhaft fest. Die eisige Kälte und ein Rudel hungriger Wölfe vermögen nicht unbedingt zur Rettung der Situation beizutragen.

"Frozen" zeigt erbarmungslos den verzweifelten Kampf der drei Studenten gegen die klirrende Kälte. Dabei machen sie zwar einige Fehler, die dem Betrachter unsinnig erscheinen mögen, in einer solchen Situation aber fast jedem passieren könnten und letztlich doch vorstellbar sind.

So bestreiten sie einen scheinbar aussichtslosen Kampf ums Überleben, bei dem jede Hoffnung stirbt. Trotzdem raffen sie sich immer wieder auf und versuchen alles, um ihrer grausamen Situation zu entkommen.

Der Zuschauer fühlt mit dem Trio, denn die Darstellungen der Drei mit ihren Emotionen, in den Gesprächen und Verzweiflungstaten haben Emma Bell und ihre Schauspielerkollegen Shawn Ashmore und Kevin Zegers authentisch umgesetzt.

Interessant ist zudem, dass "Frozen" nicht nur mit sehr wenigen Ortswechseln und Charakteren auskommt, sondern auch mit wenigen, aber treffend platzierten Effekten eine beachtliche Wirkung erzielt.

Mit "Frozen" hat Adam Green einen spannenden Film geschaffen, der von unglücklichen Zufällen und Emotionen lebt. Man kann gar nicht anders, als mit dem sympathischen Trio mitzufiebern und ihnen zu wünschen, dass ihre Überlebensversuche gelingen.

Vielen Dank an Medianetworx für das Bereitstellen des Rezensionsmaterials!