The Traveller - Nobody will survive Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cindy Loether   
Freitag, den 04. Februar 2011 um 20:25 Uhr

Regie: Michael Oblowitz
Darsteller: Val Kilmer, Camille Sullivan, Paul McGillion
Studio: Splendid Entertainment/WVG
Genre: Thriller/Horror
FSK: ab 18 Jahren
Produktionsjahr: 2010, USA
Spieldauer: ca. 89 Minuten
Erschienen: 26. November 2010

Der geheimnisvolle Mr. Nobody taucht in einer stürmischen Nacht in einer Kleinstadt auf. Er meldet sich auf der Polizeiwache und gesteht einen sechsfachen Mord. Dort gehen nur wenige Beamte ihrem Dienst nach, immerhin sind gerade die Weihnachtsfeiertage und man nimmt alles etwas lockerer. Während Nobody verhört wird, berichtet er, wie er die sechs Menschen getötet habe. Genau auf die von ihm beschriebene Art und Weise kommen nach und nach sechs der anwesenden Polizisten um, während Nobody in seiner Zelle sitzt. Langsam erkennen die Polizisten die Parallelen zu einem Fall, der lange Zeit zurückliegt.


Der Film stellt einen annehmbaren Mix aus Horror und Thriller dar. Die grundlegende Idee ist gut, die Umsetzung hapert ein wenig in den Details. So scheint der einzige Streifenwagen aus längst vergangenen Tagen. Die Technik und die Uniformen sind eindeutig als solche vom NYPD - New York Police Department zu erkennen. Die Handlung jedoch spielt in einer Kleinstadt.

Das Gebäude ist arg zerfallen, so hängen Farbreste von Wasserflecken in enormen Ausmaßen von den Wänden. Das füttert das düstere Klima, jedoch nagt es an der Glaubwürdigkeit. Ansonsten ist das Set recht genretypisch.

Val Kilmer, bekannt aus Filmen wie "The Saint", "Batman" oder "TopGun", hier zu sehen als Nobody, wagt sich in die Rolle des rachenehmenden unheimlichen Killers, doch schafft er es nicht immer, diesen vollkommen zu verkörpern. An einigen Stellen gelingt es ihm, den lauernden Mörder leibhaftig werden zu lassen. Nachdem er beispielsweise vom ersten Verhör abgeführt wird, thrillt er mit einem simplen Satz den Zuschauer: "Für den besten Daddy der Welt", so zitiert er hörbar den Schriftzug, der auf dem Kuli eines Polizisten steht, und das, obwohl er diesen nie aus der Nähe hätte sehen können. Solche Momente lassen den Film aufleben.

Dylan Neal als Detective machte in der Serie "Blood Ties" eine wesentlich bessere Figur, kann die des Detectives dennoch blindlings spielen.

Den "Stargate"-Fans ist einer der Polizisten ebenfalls gut bekannt, hatte er doch bereits in einer der ersten Folgen der Serie die Nebenrolle des Dr. Ernest Littlefield und später in "Stargate Atlantis" die wiederkehrende Rolle des Dr. Carson Beckett inne. Die Rede ist von Paul MacGillion, der in "The Traveller" aber nicht zu überzeugen vermag.

"The Traveller" ist ein solider Horror-Mix aus düsteren Szenen, dunklen Ecken und Großaufnahmen mit besonderem Fokus auf die Augen. Die Kameraführung und die eingeschnittenen Flashbacks fördern die gruselige Stimmung. So kann man nur sagen: Gute Idee, bei der Umsetzung gibt's erkennbare Makel, dennoch ansehbar und für Helloween geeignet.

Vielen Dank an Splendid Film für die Bereitstellung des Rezensionsmaterials!